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Straßenbahn und U-Bahn

U-Bahn-Haltestelle zusätzlich einrichten

Um den Menschen in dem neuen Stadtgebiet eine möglichst attraktive ÖPNV-Erschließung zu geben und damit Autobesitz und Autonutzung weitgehend unnötig zu machen, sollte zusätzlich zur geplanten Straßenbahn-Strecke auch ein U-Bahnhof eingerichtet werden. Die Abhandlung, dass das Gebiet gut erschlossen sei, weil es nirgends mehr als 400 Meter zur nächsten Haltestelle sind, ist nach meiner Meinung abzulehnen, denn diese Betrachtungsweise ist sehr einseitig und stellt die Straßenbahn qualitativ auf eine Ebene mit der U-Bahn. Eine solche qualitative Gleichstellung dieser beiden städtischen Bahnsysteme ist hier jedoch nicht angebracht, weil die Nürnberger Straßenbahn heute infolge des U-Bahnbaus nur noch ein verstümmeltes Netz hat, das in einen West-Teil (Plärrer-Linien) und einen Ost-Teil (Hauptbahnhof-Linien) zerfällt. Die für die Verlängerung in das neue Gebiet in Frage kommende Ost-Linie 8 der Straßenbahn bedient die Nürnberger Innenstadt nur am östlichen Rande (Hauptbahnhof bis Rathenauplatz) und sie trifft in ihrem Linienverlauf heute noch nicht einmal alle anderen Straßenbahnlinien. Dadurch sind die Innenstadt (Lorenzkirche, Weißer Turm), der Plärrer und große Teile des übrigen Stadtgebietes, insbesondere der Nord-/Westen und der Süd-Osten, nur mit weiteren Umsteigezwängen zu erreichen. So entsteht kein attraktiver ÖPNV, der eine wirkliche Alternative zum Auto darstellt. Die U-Bahnlinie erreicht die zuerst genannten Ziele alle direkt und ohne Umsteigen. Und auch fast alle anderen Ziele im Nürnberger Nord-/Westen, Süd-Osten und in Fürth kommt man mit der U-Bahn und nur einem Umstieg, zum Beispiel am Plärrer, an der Maximilianstraße oder in Langwasser. Von daher sollte zusätzlich zu der zweifelsfrei sinnvollen Straßenbahnlinie ein U-Bahnhof am südlichen Rand des Gebietes gebaut werden.

Kommentare

ich absolut zu, dass auf Dauer langfristig beides (sowohl Tram als auch Ubahn) sich rentieren wird:
durch die Anzahl neuer Menschen (viele Flüchtlinge werden sicher auch hier bleiben und Steuern zahlen)
wird es sinnvoll. Da wäre ich auch eher bereit gewisse Fahrkartenpreiserhöhungen hinzunehmen und ich würde
sehen, dass die VAG und Stadt sich um einen Ausbau und Instandhaltung kümmern!

Also ein U-Bahnhof in absoluter Randlage, dessen Einzugsbereich kaum etwas erreicht soll besser sein, nur weil die U-Bahn zum Karstadt und zum Wöhrl fährt?

Der U-Bahnhof könnte ungefähr dort liegen, wo die U-Bahn zwischen Tunnel- und Oberflächenstecke wechselt oder noch im Tunnel. An dieser Stelle ist auch die zweite geplante Straßenbahn-Haltestelle. Zu beiden Seiten dieser Stelle liegen Wohnen und Gewerbe, von einer Randlage kann man dort nicht sprechen.

Und ja, die U-Bahn ist besser, weil sie "zum Karstadt und zum Wöhrl" fährt, denn sie fährt damit auch in den Arbeitsplatz-, Einkaufs- und Freizeitschwerpunkt "Innenstadt" und auch zum Plärrer. Sie trifft dadurch alle Nürnberger Straßenbahnlinien, alle Fürther Buslinien, und einen Großteil der Buslinien im Südosten und Westen von Nürnberg, so dass ein viel größerer Teil des Stadtgebietes ohne Umsteigen oder mit nur ein Mal Umsteigen erreichbar ist, als wenn man nach Lichtenreuth nur die Straßenbahn verlängern würde.

Es ist leider wirklich so: Die U1 ist quasi die attraktivste ÖPNV-Linie in Nürnberg. Alle anderen Straßenbahn- und U-Bahn-Linien fahren nur um die Innenstadt herum und treffen in ihrem Verlauf meist deutlich weniger andere Linien (Umsteigemöglichkeiten).

...ein Plädoyer für die Straßenbahn durch Sebald mit Vorschlag einer Linienführung Südast 8-Rathenauplatz-Hauptmarkt-Wegfeld(-ER-Herzogenaurach)?